Ohriontophorese
Für Hörsturz und Tinnitus ist die Durchblutungsstörung des Innenohres die häufigste Ursache.
Zur Durchblutungsförderung des Innenohres bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an. Es können durchblutungs-
fördernde Medikamente als Infusion oder in Tablettenform verabreicht werden. Hierbei wird die Durchblutung ungezielt im gesamten Körper angeregt. Nicht nur das Innenohr, sondern auch die Regionen des Körpers, die keiner medikamentösen Behandlung bedürfen, werden durch Medikamente "belastet". Als Alternative hierzu bietet sich neben der Akupunktur die Ohriontophorese an.
Die Ohriontophorese ist ein im Prinzip altes Therapieverfahren. Ein Medikament wird durch Anlegen einer elektrischen Spannung dazu bewegt, an den Ort der gewünschten Wirkung zu wandern. Zum Einbringen von Medikamenten in die Haut wird dies bereits seit vielen Jahren erfolgreich angewendet.
Bei der Ohriontophorese wird ein Medikament, welches am Innenohr durchblutungsfördernd wirkt, in der äußeren Gehörgang eingebracht. Eine Hautelektrode wird am gegenüberliegenden Oberarm befestigt und eine Ohrelektrode in den Gehörgang eingebracht. Es wird eine Spannung angelegt, wodurch das Medikament zur Wanderung in Richtung Innenohr angeregt wird. Es wird also recht gezielt das Medikament dorthin gebracht wo es gebraucht wird, ohne den ganzen Körper zu belasten. Dieses Verfahren ist sehr schonend, Nebenwirkungen sind sehr selten, aber auch nicht ganz auszuschließen.